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Weihnachten 2020

Botschaft weitergeben

Weihnachten 2020

Weihnachten 2020

Die Evangelische Kirchengemeinde Laubach plant zurzeit intensiv die Feier des diesjährigen Weihnachtsfests. „Mir ist wichtig zu sagen: Weihnachten fällt nicht aus!“, betont Pfarrer Jörg Niesner. Es gehe doch gerade in diesem Jahr darum, Menschen die frohe Botschaft von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus weiterzugeben. Das „Fürchte dich nicht!“ des Weihnachtsengels sei dabei ganz wichtig, findet Niesner.

„Als Christinnen und Christen glauben wir daran, dass Gott stärker ist als alles Leid und Unglück in der Welt. Wir haben guten Grund, an Weihnachten Kerzen anzumachen und auch in uns selbst ein Hoffnungslicht entzünden zu lassen", findet Niesner. Dass es dieses Jahr von kirchlicher Seite aus anders laufen werde, sei klar, so der Pfarrer. „Wir tragen als Kirchenvorstand eine enorme Verantwortung“, sagt auch die Vorsitzende des Laubacher Kirchenvorstandes, Susanne Koch. In einer Zeit, wo das öffentliche Leben vollkommen heruntergefahren worden sei, weiter Gottesdienste feiern zu dürfen, bringe die Verpflichtung mit sich, dafür Sorge zu tragen, dass Menschen sich bei uns auf ein Schutzkonzept verlassen können, dass maximal möglichen Schutz biete, so Koch. Mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest sei man froh, gute Lösungen gefunden zu haben, freute sich auch Anke Stöppler, ebenfalls Pfarrerin in Laubach. Für jeden sei etwas dabei: So sollen etwa die Kinder zwischen drei und acht Jahren eine kleine Überraschung nach Hause bekommen. Man werde weiterhin eine „Gottesdienst-Tüte“ für zuhause packen. Darin sei alles enthalten, was man brauche, um alleine oder im Familienkreis zuhause einen Heiligabend-Gottesdienst zu feiern. Eine solche Tüte könne kostenlos im Gemeindebüro bestellt werden und werde dann von fleißigen Helfern nach Hause gebracht. Für alle, denen der Kirchgang an Heiligabend besonders wichtig ist, stehe die Kirche an Heiligabend offen. In der Kirche gebe es Musik und die Möglichkeit eine Kerze anzuzünden. Auch könne große Herrnhuter Stern, der auch in diesem Jahr von Menschen aus der Gemeinde gebastelt wurde, bewundert werden, bestaunt werden, eben die eindrucksvolle Krippe und der Weihnachtsbaum. An Stationen zum Gebet, Innehalten und Nachdenken, könne den Besuchern die Bedeutung des Weihnachtsfestes neu bewusst werden. Außerdem werde ein Videoimpuls der Kirchengemeinde gezeigt. Unter anderem darin zu sehen sei auch das diesjährige Krippenspiel der evangelischen Kinderchöre, das Elisa Diehl und Janina Neuhäuser mit den Kindern einzeln per Videokamera produziert hätten, teilt die Kirchengemeinde mit. Selbstverständlich werde man die Videos auch online finden können, etwa auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde oder auch bei Facebook. Wer einen Gottesdienst vor Ort besuchen möchte, habe am 1. Weihnachtstag um 10:30 Uhr Gelegenheit dazu. Am 2. Weihnachtstag lädt die Kirchengemeinde zu einem musikalischen Gottesdienst mit Hermann Wilhelmi (Orgel) und Martin Wilhelmi (Posaune) ein. Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr. Für alle Präsenz-Gottesdienste gelte eine Pflicht zur vorherigen Anmeldung im Gemeindebüro, unter Angabe von Namen, Adressen und Telefonnummern. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes werde man die die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigen. 

Anmeldungen telefonisch unter 06405/950804 (auch Anrufbeantworter nutzen) oder per Email an kirchengemeinde.laubach@ekhn.de

Dass es an Heiligabend keine Präsenzgottesdienste geben könne, bedauert Pfarrer Jörg Niesner und hält fest, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: „Aber wissen Sie, ich kann nicht drinnen predigen, wie Maria und Joseph keine Herberge fanden und fünf Minuten vorher habe ich an der Kirchentür viele Menschen abweisen müssen. Das geht für mich nicht zusammen.“ Weiterhin führt Niesner aus, dass viele Menschen, denen es auch wichtig wäre, den Gottesdienst zu besuchen, sich nicht trauen würden, weil sie Angst um ihre Gesundheit hätten. Kirche müsse für alle da sein und ganz besonders auch an Weihnachten nicht nur für Starke, Gesunde und eher Furchtlose. Man könne ohnehin nur Gottesdienste für einen Bruchteil derer anbieten, die Heiligabend sonst kommen. Zudem sei das Singen untersagt, was für viele besonders wichtig sei, so Susanne Koch: „Ein gemeinsames ‚O du Fröhliche‘ mit dem hellen Klang des Zimbelsterns der Orgel kann es dieses Jahr nicht geben.“ Letztlich habe man daher ein buntes Weihnachts-Programm für alle gestrickt und freue sich schon jetzt sehr auf Rückmeldungen aus den Häusern, in denen dieses Jahr ganz privat Gottesdienst gefeiert wird, so Pfarrer Jörg Niesner. Nach evangelischem Verständnis seien alle Getauften Priesterinnen und Priester, dürften beten und auch Segen spenden. Dazu sei man in diesem Jahr ganz besonders aufgerufen, so Niesner abschließend. 


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