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Pfingsten

Gottesdienst an Pfingstsonntag

Gottesdienstt an Pfingstsonntag

Gottesdienstt an Pfingstsonntag

An Pfingstsonntag findet erstmals wieder ein Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Laubach statt. Selbstverständlich unter strenger Einhaltung der Hygieneempfehlungen der Landeskirche. Dazu gehört u.a. eine stark reduzierte Platzzahl in der Kirche, Maskenpflicht, der Verzicht auf Gemeindegesang und das Vorhalten von Desinfektionsmitteln. Es wird ein "Versuchs-Gottesdienst" sein, der dabei helfen soll, die richtige Entscheidung zu treffen, ob und in welchen Abständen Gottesdienste in der Kirche gefeiert werden können.

 Am kommenden Pfingstsonntag, den 31. Mai 2020, findet um 10:30 Uhr wieder ein Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche von Laubach statt. Es sei ein „Gottesdienst-Versuch“ betont die die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Susanne Koch. Der Kirchenvorstand habe sich in seiner jüngsten Sitzung darauf verständigt, nicht einfach zur alten Gottesdienst-Ordnung zurückkehren zu wollen, sondern „mit Maß und Vernunft“ zu überlegen, so Koch weiter, was nun für die Laubacher Evangelische Kirchengemeinde geboten sei. Der Gottesdienst zu Pfingsten solle dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, ob und in welchen Abständen in den nächsten Wochen Gottesdienst in der Kirche gefeiert werden soll. An Normalität sei ohnehin nicht zu denken: „Wir halten uns streng an die Hygieneempfehlungen unserer Landeskirche, die gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut und den Landesbehörden ausgearbeitet wurden. Niemand kann sich so eine Situation wie bei der Baptisten-Gemeinde in Frankfurt vorstellen“, erläutert Susanne Koch, die selbst Naturwissenschaftlerin ist. Dazu gehöre eine stark reduzierte Platzzahl in der Kirche, Maskenpflicht, der Verzicht auf Gemeindegesang und das Vorhalten von Desinfektionsmitteln. Es müsse auch eine Anwesenheitsliste geführt werden. Die Daten würden selbstverständlich vertraulich behandelt und nach drei Wochen vernichtet. Durch diese Maßnahme soll die Nachverfolgung etwaiger Infektionen nachvollziehbar für die Gesundheitsbehörden sein. Eine Anmeldepflicht soll es in Laubach dennoch vorerst nicht geben: „Wir gehen davon aus, dass alle, die kommen, auch rein können. Wenn aber die maximale Anzahl von 50 Plätzen vergeben ist, müssen wir ggf. auch Teilnehmende abweisen“, so Pfarrer Jörg Niesner. Für ihn schwer vorstellbar, so zu verfahren: „Es geht eigentlich gegen meine Grundüberzeugungen, Menschen den Einlass zu verwehren, aber wir haben eine hohe Verantwortung und der kommen wir nach.“ Gleichzeitig, betont der Pfarrer, der schon lange auch im Internet aktiv ist, werde man auch weiter in einiger Regelmäßigkeit die Video-Impulse ins Netz stellen. Mit dem Corona-bedingten Ende der Sonntagsgottesdienste in der Kirche hatten die Laubacher Protestanten begonnen, wöchentliche Videoimpulse zu produzieren, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Den Angaben der Kirchengemeinde zufolge, habe etwa das jüngste Video vom vergangenen Sonntag bereits über 5.000 Menschen erreicht. Darauf sei man stolz, bestätigt der junge Pfarrer, schließlich seien unter den Zuschauern auch viele, die mit Kirche sonst nicht viel zu tun hätten. Pfarrerin Anke Stöppler, Pfarrer Jörg Niesner und Prädikant*innen wechseln sich bei der inhaltlichen Gestaltung ab. Für die musikalischen Beiträge zeichnet Dekanatskantorin Anja Martine verantwortlich. Diese lasse sich wirklich immer etwas Wertvolles einfallen, so Pfarrer Niesner begeistert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums „Laubacher Stift“ gebe es nun auch wieder regelmäßig Gottesdienste. Diese finden allerdings nicht im Gebäude statt, sondern außen, vor den Balkonen und Fenstern, von wo aus die Senioren und Seniorinnen teilnehmen. Für viele ältere Menschen ein wichtiger Schritt in die Normalität, nach Besuchsverbot und Wochen mit starken Einschränkungen in den Einrichtungen, findet Pfarrer Niesner. Die nächsten Tage stünden aber nun stark im Zeichen der Umsetzung des Hygienekonzepts für den kommenden Gottesdienst vor Ort. Neben den ehrenamtlichen Mitgliedern des Kirchenvorstandes seien hier vor allem auch Gemeindesekretärin Stefanie Baumgartner und Küster Ulrich David Möll gefragt, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Susanne Koch. „Ohne eine solch großartiges Team wäre das alles gar nicht möglich“, so Koch abschließend. Entgegen einer falschen Darstellung in der Presse finde jedoch am Pfingstmontag kein Gottesdienst und keine Andacht mit Pfarrerin Anke Stöppler statt, heißt es aus dem Pfarramt. 


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