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Eine Linde zum Jubiläum

Pflanzung eines Reformationsbaums auf dem Kirchplatz

Die frisch gepflanzte Reformationslinde vor der Evangelischen Stadtkirche

Reformationslinde

Zum Beginn des Jubiläumsjahres 500 Jahre Reformation hatte sich die evangelische Kirchengemeinde Laubach etwas Besonderes einfallen lassen: am Sonntag, 30. Oktober 2016 wurde vor der Stadtkirche eine Reformations-Linde gepflanzt. Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst. Pfarrer Stephan Ebelt predigte zur Bedeutung der Reformation und der Posaunenchor sowie ein kleiner Chor musizierten Werke von Schütz. Festlich eingestimmt begab sich die Gemeinde dann auf den Kirchplatz, wo die Besucher mit Sekt und Laugengebäck empfangen wurden. Pfarrer Stephan Ebelt begrüßte die Gäste und betonte, dass nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame der christlichen Gemeinden im Mittelpunkt stehe und so der Reformationsbaum ein Symbol für die Gemeinschaft der Laubacher Christen sei. An dessen Wurzeln werde eine „Zeitkapsel“ mit Dokumenten, darunter auch Urkunden mit den Unterschriften aller Beteiligten, und Gaben der Gemeinde und der Ehrengäste vergraben. 

Der Grünberger Dekan Norbert Heide z.Bsp. brachte „Lutherol“ mit, Karl-Georg Graf zu Solms-Laubach eine anlässlich seiner Hochzeit geprägte Münze und Bürgermeister Peter Klug einen handgeschmiedeten Nagel. 

Kirchenvorstandvorsitzender Werner Hühnergarth erklärte, dass in Laubach schon 1544 die Reformation durch Graf Friedrich Magnus eingeführt wurde. Damals habe Luther die Gesellschaft aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und in diesem Sinne gelte es heute immer noch, dafür zu sorgen, dass die Welt ein Ort werde, an dem Menschen sich frei entfalten können und in dem es Raum gäbe, der Liebe Gottes zu begegnen. Weitere Grußworte sprachen der katholische Pfarrer Clemens Wunderle, Pastor Daniel Funk aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und Frau Elvira Kleinert als Vertreterin der methodistischen Gemeinde.

Der Höhepunkt war dann das Pflanzen der Reformationslinde: Unter den Klängen des Posaunenchores schaufelten die Ehrengäste gemeinsam mit Vorsitzendem Hühnergarth und Pfarrer Ebelt fleissig Erde auf die Wurzeln, auf dass die Linde wachse und gedeihe.


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