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Evangelische Friedhofskapelle Laubach

Während die Kapelle im Äußeren im neugotischen Stil erbaut und 1907 eingeweiht wurde, wurde der Innenraum im Jugendstil gestaltet und ausgemalt. Wer seit 1968 die Kapelle betritt, findet eine in weiß ausgemalte Kirche vor. An die frühere Innengestaltung erinnern heute noch die Buntglasfenster, das Gestühl und die freigelegten Ornamente in kleinen Sichtfenstern. Drei Buntglasfenster sind mit den biblischen Motiven gestaltet: „Kreuzigung“ und „Auferstehung“ auf der Nordseite sowie im Altarraum „Talita kum – steh auf!“. 

Da in Hessen nach dem II. Weltkrieg fast alle Friedhöfe, Friedhofskapellen und Trauerhallen kommunalisiert wurden, ist in Laubach eine Seltenheit anzutreffen, dass die Friedhofskapelle im Eigentum der Evangelischen Gemeinde ist. Das mag daran liegen, dass diese Kapelle nach dem II. Weltkrieg für zwei Jahrzehnte für die neu entstandene katholische Gemeinde als Kirche diente. Bis zum Bau der eigenen Heilig-Geist-Kirche in den 1960er Jahren trafen sich hier viele katholische Flüchtlinge und Vertriebene am Sonntag zur Messe.

Die Fenster der Friedhofskapelle

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